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Alexander

Nagraljan

Über den Autor 

Alexander Georgijewitsch Nagraljan wurde am 17. Juli 1938 in Moskau geboren. Seit Kindheit war er fasziniert von der Idee, Kameramann zu werden, seine ersten Fotos nahm er während seines Militärdienstes auf, die Kunst der Photographie lernte er selbst. 1962 wurde sein Photo zum ersten Mal veröffentlicht – in der Militärzeitung „Flügel des Sieges“.

1964 trat er in die Kameramann-Abteilung des Instituts für Kinematographie (WGIK) ein, absolvierte die Fotoreportage-Kurse beim Haus der Journalisten und begann in der Zeitung „Literaturnaja Gaseta“ (Literaturzeitung) zu arbeiten. Gleichzeitig arbeitete er bei den Zeitungen „Pravda“, „Komsomolskaja Pravda“ und „Wetschernaja Moskwa“. 1968 wurde er Dmitri Baltermanz empfohlen, einem der führenden Fotografen der UdSSR, der für die Zeitschrift „Ogonjok“ arbeitete, und Alexander Nagraljan wurde Fotokorrespondent dieser Zeitschrift.

Er fotografierte Arbeiter der wichtigsten sowjetischen Bauprojekte und größten Fabriken, herausragende Kultur- und Kunstpersönlichkeiten seiner Zeit – Schauspieler, Regisseure, Sänger und Musiker. In seine Linse fielen wiederholt Wissenschaftler und Kosmonauten, Ärzte und Pädagogen, bedeutende Militärs und die ersten Personen des Staates. Diese Augenblicke ließ Alexander Nagraljan geschickt zu einem Bild einer für immer vergangenen Epoche zusammenfügen. Ihm gehört die Urheberschaft der bekannten Aufnahmen „Parade auf dem Roten Platz“ (1970), die zum Buchcover von der „Lebendigen Geschichte“ wurde, „Meister des Hochofens im Metallwerk“ (1972), „Die erste Landung“ (1974) mit sowjetischen Bürgern, die zur Baustelle der Baikal-Amur-Magistrale gekommen waren, Fotoserien, die dem Leben der Völker der Sowjetrepubliken, der Erschließung der Arktis, dem legendären metallurgischen Kombinat in Magnitogorsk gewidmet waren, und viele, viele andere Fotos.

Alexander Nagraljan war über ein Vierteljahrhundert lang in der Zeitschrift „Ogonjok“ tätig. In diesen Jahren bereitete er zahlreiche Fotoreportagen vor. Mehr als 100 seiner Aufnahmen waren auf dem Titelblatt der Zeitschrift. Sein letzter Fototermin für das Magazin fand während des Putschversuchs im August 1991 statt.

Diese Ereignisse markierten einen Wendepunkt im Leben des Landes und in dem von Alexander Nagraljan, als sich an einem einzigen Tag alles in ein „vorher“ und ein „nachher“ aufteilte. Es fiel ihm nicht leicht, seinen Platz in dieser sich grundlegend veränderten Realität zu finden und die herzlichen Beziehungen zu den Menschen aufrechtzuerhalten, die er über viele Jahre hinweg als seine Freunde betrachtet hatte.

Alexander Nagraljan war Teilnehmer und Preisträger zahlreicher Ausstellungen, sowohl in der Heimat, als auch im Ausland, 2004 fand im Moskauer Haus der Nationalitäten seine Einzelausstellung „Momentgeschichte: Fotoporträts von Zeitgenossen“ statt. Im Jahre 2014 erschien der Bildband „Lebendige Geschichte“, dem diese Website gewidmet ist.

Alexander Nagraljan verstarb 2019 im Alter von 81 Jahren. Seine Werke sind jedoch für immer Teil der dokumentierten Geschichte der Sowjetzeit geblieben.